Projekt Radeinbau vorne rechts

Ausbau Vorderachse

3. Schritt, am 9. Dezember 2013......

Mein Bruder und Ich haben uns erst mal gestärkt und gefrühstückt.

Die Vorderachse ausbauen. Ja warum eigentlich?

Zum Ersten will ich ja den kompletten Motorraum sowie auch den äusseren Vorderwagen entlacken, da ist dann nun einmal die Achse im Weg und ohne Achse ist es einfach ein barrierefreieres Arbeiten.

Zum Zweiten aber muss der 500er später für die Erneuerung des kompletten Radeinbau's (bestehend aus Radeinbaublech und Längsträger) auf einer Fahrzeugrichtbank nach Vorgaben des Fahrzeugherstellers MB fixiert und vermessen werden und da ist die Vorderachse absolut im Weg.

Bevor ich an den Ausbau der VA ging habe ich mir erst mal ein Rollgestell für den Vorderwagen gebaut, ein 4cm dickes, mehrfach geleimtes Brett, 155cm lang und 18cm breit. An den beiden Enden habe ich je 2 bewegliche Gummirollen angeschraubt (tragfähigkeit 80kg je Rolle. Auf diesem Brett wird später der Vorderwagen mit den beiden Längsträgern hinter der Stirnwand aufliegen und der Wagen rangiert.

Der Ausbau der VA ist relativ einfach. Als Erstes habe ich die Bremsflüssigkeit abgelassen und dann die Bremsleitungen am rechten und linken oberen Bremsschlauch abgeschraubt. Dann die beiden ABS Sensoren rechts und links im Radträger sowie die Stecker für die Bremsbelagkontrolle rechts und links an den Bremssätteln abmontiert.

Die beiden Stossdämpfer, da habe ich oben im linken und rechten Radeinbau die beiden gekonterten Muttern entfernt und dann noch unten im linken und rechten unteren Querlenker die jeweils beiden selbstsichernden Muttern abgeschraubt - die Stossdämpfer werden später beim Ablassen der VA rausgenommen.

 

Jetzt habe ich zunächst mal die Spurstangen rechts und links abmontiert. Dafür hatte ich mir bei Akki ein Spezialwerkzeug ausgeliehen - das Ausdrücken der Gelenkkonen aus den Spurstangenaugen ging damit ratzfatz.

So nun ist aber ein wenig Vorsicht geboten. Die 4 Befestigungsschrauben welche die Vorderachse an den beiden Längsträgern halten, je 2 rechts und links unter der Achsaufhängung am Achsschemel, habe ich jetzt vorsichtig 2-3 Gewindegänge gelöst.

Dann habe ich die Bühne soweit abgelassen bis der Achsschemel, besser gesagt die beiden unteren Querlenker auf den darunterstehenden 2 Unterstellböcken satt aufgelegen hat. Die Querlenke waren jetzt ungefähr 50 - 60 cm über dem Boden. Nun alles noch mal kontrolliert und dann habe ich mich rechts neben die Achse gelegt und die beiden Befestigungsschrauben herausgedreht, das gleiche noch mal auf der linken Seite. Die Achse lag jetzt frei auf den Unterstellböcken.

Nun die Bühne vorsichtig hochgefahren und die gelöste VA blieb tatsächlich wie angewurzelt auf den beiden Böcken liegen - das wäre geschafft - jetzt nur noch die Achse beiseite gerollt.

Als Letztes habe ich die Bühne runtergefahren bis die Längsträger kurz hinter der Stirnwand auf meinem neugebauten "Rollgestell auflagen - ich denke das Ding wird für die paar Meter rollen schon halten - Schaun mer mal...

Es hat gehalten, aber das Rangieren mit den kleinen Vollgummireifen gestaltet sich sehr schwierig, da muss wohl ein professioneller Rangierwagen her.

Und da ist er auch schon, der wird dem nächsten rangieren unter die Längsträger kurz hinter der Stirnwand positioniert.

Montag wird dann der 500er von dem Bühnenplatz erst mal weg rangiert - der Kollege braucht die Bühne mal bis Weihnachten für seinen MB 170 Benziner.